
Auch Barbera Ciarìa, Barbera’
Davi, Barbrassa und Barbera dou ciornìou genannt,
sind örtliche Bebauungen (jetzt selten oder sehr
selten) von dem piemontesischen Keimplasma, die nicht
mit dem Barbera verwechselt werden. Die Baberùn,
in verschiedenen piemontesischen Gebieten angezeigt,
sind in den meisten Fällen Rebsorten verschieden
von Barbera. Der lockige Barbera ist wahrscheinlich
als Barbera mit offenbarer Virussymptomatologie zahlbar
dem Komplex des Lockens zu halten.
Der piemontesische weisse Barbera ist eine Rebsorte,
die gemeinsam mit dem Barbera nur die ausgestreckte
Form der Beere hat. Der sardische Barbera anwesend in
Sardinien, schliesslich entspricht eigentlich dem Carignan.
Morphologische Wesen
Keim: sehr flaumiger Gipfel,
aus weisser grünlicher Farbe mit von rosaroten
bis karminroten Ränden. Apikale Blättchen
(von 1 bis 3) aus weisser grünlicher Farbe mit
vergoldeten Reflexen und karminroten Rände, unten
baumwollartig. Grundblättchen (4-5) mit verworrenen
Ränden, aus goldgelber Farbe, mit kupferroten Abtönungen,
unten sehr flaumig.
Erwachsenes Blatt: aus Mittelgrösse,
pentagonal, fünflappig: Stielbucht wie eine Leier,
geschlossen oder mit kaum übereinander gelegenen
Ränden: obere Seitenstiele wie eine Leier, manchmal
mit übereinander gelegenen Ränden: dem U unterlegene
mehr oder weniger tiefe Seitenstiele. Der Zipfel, flach
oder leicht wie ein Becher, hat eine fein blasige Öberfläche
(nur gekräuselt auf dem Grund der Hauptnervature)
und eine dunkelgrüne Farbe mit grünen oder
rosarloten Nervaturen auf dem Grund: aber oft neigen
die Grundblätter der Ranke früh lebhaft zu
röten, nicht unbedingt infolge der Viruspathologie
oder Stiche von Rosezikaden unregelmässige Zähne,
durchschnittlich vorspringend mit einer weiten Basis
mit kaum konvexen Ränden. Unterseite mit sehr flaumigen
Zipfel und reichlich borstigen Nervaturen.
Traube zur Reife: Mittelgrösse
und Mittellänge, pyramidal beflügelt (mit
kurzen Flügeln) oder zylindrisch beflügelt,
ziemlich fest: mittel- langer, hell grüner Stiel.
Beere: mittel-grosse (2,5
g), ellipsenförmig (d.e./d.l. = 0,87): durchschnittlich
reifige bereiften, blau-schwarz farbige Schale.
Phänologie
Auskeimung: mittel-frühreif
(innerhalb der ersten Hälfte von April).
Blüte: mittel Zeit (zwischen
der ersten und der zweiten Dekade von Juni).
Farbelösung: mittel Zeit
(zweite Dekade von August).
Trauben-Reifen: mittel-spät
(erste Dekade von Oktober).
Kultureignungen und Verwendung
Kraft: mittlere; die Keime,
mit Interknoten von Mittellänge, haben eine wieder
fallend Haltung mit starken und gut entwickelten Reben.
Fruchtbarkeit und Produktion:
sehr hohe Fruchtbarkeit, auch auf dem Stand der Grundknospen:
die weiblichen Traubenkeime sind gewöhnlich fruchtbar;
hohe und ständige Produktivität.
Zucht und Rebschnitt: sehr
plastische Rebsorte, eignet sich verschiedenen Zucht-und
Rebschnittarten: die hohen Formen, dennoch bestimmen
eine Zunahme der festen Säure in den Trauben (schon
bedeutende in dieser Rebsorte) nicht wünsschenswert
in meisten Anbaubereichen: das Schneiden ist allgemein
gemischt (Guyot), besser mit einem einzigen Fruchtstück
von 10-12 Knospen, aber sie eignet sich sehr gut auch
dem kurzen Schneiden.
Haltung zur Vermehrung: sehr
gut mit meisten, verbreitesten Pfropfenträgern.
Empfindlichkeit zu den Widrigkeiten
und Rebkrankheiten: der barbera ist ein wenig empfindlich
der Peronospora, aber er ist Schimmel und die saure
Fäulnisempfindlich der Traube: er kann in gewissen
Bereichen Symptome von Kaliummangel (allgemein nicht
beunruhigend) auf dem Blattstand zeigen.
Önologische Eignungen:
so wie er sehr passend auf der Anbauebene ist, ist der
Barbera auch vom önologischen Standpunkt aus von
einer grossen Flexibilität gekennzeichnet: seine
Trauben, ausgestattet mit hoher festen Säure, finden
Anwendung in einer breiten Palette von Weinen. Sie wurden
auch für die Produktion von Schaumweine (vor allem
weisse), öfter (dank der guten anthocyaninen Ausstattung
und dem Tanninmangel) für neue Weine, für
rote junge und spritzige Weine, für stille mittel-körperliche
Weine und, schliesslich, mit sehr reifen Trauben und
Schärfung mehr oder weniger im Holz verlängert,
für rote reiche und fruchtbare Weine, nicht selten
aus feiner Eleganz benutzt.
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